<p>Trumps Blockade der Straße von Hormus treibt die Ölpreise über 100 Dollar und heizt die Inflation an. Während die Spritkosten steigen, bringt das Entlastungspaket der Bundesregierung dem Durchschnittsbürger nur wenige Euro.</p>
Trumps Blockade der Straße von Hormus treibt die Ölpreise über 100 Dollar und heizt die Inflation an. Während die Spritkosten steigen, bringt das Entlastungspaket der Bundesregierung dem Durchschnittsbürger nur wenige Euro.
Wie reagiert man auf eine Blockade? Offenbar mit einer weiteren. So die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump am Sonntag auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social: Die USA würden nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Iran Maßnahmen in der Straße von Hormus ergreifen.
Konkret wies Trump die US-Marine an, Schiffe abzufangen, die bislang Transitgebühren an den Iran entrichtet hatten. Zugleich drohte er, iranische Kräfte im Falle von Angriffen auf US-Einheiten oder zivile Schiffe „zur Hölle zu jagen“.
Die Ankündigung hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Da die Straße von Hormus die wichtigste Schlagader für den globalen Öl- und Gashandel ist – rund 20 Prozent des weltweiten Erdöls und 30 Prozent des Flüssiggases passieren sie – reagierten die rohstoffrelevanten Terminmärkte heftig, insbesondere die Rohöl-Futures:
Während die New Yorker Terminbörse am Freitag mit einem Brent-Rohöl-Preis von 94,45 US-Dollar pro Barell schloss, öffnete sie Montag mit über 102,17 US-Dollar (plus 12 Prozent). Das wichtigste Öl für den westeuropäischen Markt knackte also die finanzpsychologisch so wichtige Marke von 100 US-Dollar – zum ersten Mal seit über 3,5 Jahren.
Die auch schon vorher gestiegenen Preise für Öl und Erdölprodukte drücken sich im Verbraucherpreiseindex aus: Im Vorjahresvergleich stieg dieser Februar auf März um 1,4 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent an. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, betätigte den Irankrieg als wichtigen Inflationstreiber:



